Warum sich Unternehmen mit Rückmeldungen beeilen sollten

Viele Bewerbungsprozesse ziehen sich über Wochen oder gar Monate. Oftmals beginnt ein erfolgreiches Bewerbungsverfahren mit einem Telefoninterview, aus welchem mindestens ein Interview beim Unternehmen folgt. Bei diesem Vorgehen lassen sich viele Unternehmen viel Zeit, was sich auf das Arbeitgeberimage niederschlagen kann.

Bewerber aus fast allen Bereichen kennen diese zähen Bewerbungsverfahren. Auf eine umfangreiche und möglichst individuelle Bewerbung folgt die Zeit des Wartens, ehe man zu einem Erstgespräch eingeladen wird. Oftmals findet davor oder danach noch ein Onlinetest statt, um die Intelligenz des Bewerbers festzustellen. Anschließend sind Assessment Center, Cases Studies und kritische Interviews zu bewältigen. Manchmal folgt darauf noch eine weitere Auswahlrunde. Dieser Aufwand wird betrieben, um die größten Talente aus einer Fülle an Bewerbern auszusieben. Doch dabei verschreckt man im schlechtesten Fall die größten Talente, auf die es ein Unternehmen abgesehen hat.

Aufgrund diesen hohen Zahlen an Bewerbungen bleiben insb. großen Unternehmen häufig keine anderen Möglichkeiten als auf einen mehrstufigen Auswahlprozess zu setzen, der mehrere Wochen oder gar Monate dauert. Denn so ist allein durch eine manuelle Vorauswahl auf Basis der eingeschickten Bewerbungsmaterialien keine so umfänglicher Ausschlussprozess anzuwenden, um die Anzahl der infrage kommenden Bewerber auf eine Stelle sinnvoll und ausreichend zu reduzieren. Deshalb verwenden eben große Unternehmen mehrstufige Prozesse, an deren Ende sich der perfekte Kandidat für eine Stelle herauskristallisieren soll.

Doch solche mehrstufigen Bewerbungsprozesse müssen nicht zwingend unverhältnismäßig lange dauern. Organisatorisch ist ein mehrstufiger Prozess innerhalb von 2 Monaten zu realisieren. Allerdings verfügen einige Unternehmen, Organisationen oder Institutionen über eine gefestigte Reputation, über Marktmacht oder nutzen einen möglichst kompetitiven Bewerbungsprozess zur Selbstdarstellung. Solche Unternehmen sind daher nicht zwingend darauf angewiesen das Bewerberverfahren schnellstmöglich durchzuführen – dies sollte kein Bewerber vergessen!

Nichtsdestotrotz sollten Unternehmen grundsätzlich versuchen, die besten Talente so schnell wie möglich für ein Unternehmen zu gewinnen. Denn grade Talente aus bestimmten Fachrichtungen, wie Informatik oder Maschinenbau, sind schnell vom Markt. D.h. qualifizierte Bewerber aus gefragten Fachrichtungen sind tendenziell in weniger als 2 Monaten nicht mehr arbeitssuchend.

Viele Unternehmen wissen um diesen Mechanismus des Arbeitsmarkts und versuchen daher Ihre Bewerbungsverfahren zu straffen. Allerdings häufig nicht mit allzu großem Erfolg…

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