Networking bei der Arbeit, wenn Alkohol nicht Ihr Ding ist

Sie trinken keinen Alkohol und sind mal wieder auf einer Firmenfeier. Natürlich kommt dann die Frage auf, warum sie nicht auch ein Glas mittrinken. Die Stimmung ist grade so ausgelassen und sie wollen auch networken, weshalb sie ordentlich ins Grübeln kommen. Sollten sie eine Ausnahme machen, obwohl sie gar keinen Alkohol trinken und heute mal zum Bier oder zum Wein greifen? Antworten geben wir ihnen in diesem Artikel.

Es gibt bestimmte Gespräche bei der Arbeit, die unvermeidlich ihren Weg in ihr Büro, in den Meeting-Raum, oder in die Kantine finden. Zum Beispiel müssen sie ihrem Chef erzählen, dass sie vegan sind, wenn ihr ein Geschäftsessen in einem Steakhouse plant. Oder, vielleicht müssen sie erwähnen, dass sie farbenblind sind und Probleme haben Charts zu analysieren (eine wahre Geschichte, ich saß in dem Meeting).

Oder Sie müssen während der Happy Hour auf einen Firmenfeier enthüllen, dass Sie nicht trinken. Dies kann eine besonders knifflige Situation sein, da Alkohol eine ziemlich häufige Rolle beim Umgang mit Kollegen, bei Networking-Events, Networking oder beim Treffen mit potenziellen Kunden spielt. Es gibt natürlich viele Gründe, warum Sie sich entscheiden sollten nicht zu trinken – religiöse Gründe, persönliche Gründe, gesundheitliche Gründe oder vielleicht mögen Sie einfach nicht den Geschmack. Was auch immer die Gründe sind, wir erklären dir wie du diese Situation am besten angehst.

Ian Foster, ein amerikanischer Unternehmer, hat seit seiner Jugend nicht mehr getrunken. Wenn er beruflich unterwegs ist, insbesondere bei der Buchung von Konferenzen für Musik-Touren mit seinen Geschäftspartnern, lehnt er ständig Angebote für Getränke ab. “Das sind Leute, die ich beeindrucken möchte und mich mögen sollen. Es sind kommunikative Leute mit denen ich mich gerne unterhalte, weil sie nicht nur die Kraft meines Handwerks verstehen, sondern auch die Art und Weise, wie ich mit anderen Menschen zurechtkomme.” Und seine erste Sorge, wenn er erwähnt, dass er nicht trinkt, ist, dass die Leute denken er wäre ein Langweiler.

Viele der Leute, mit denen ich gesprochen habe, betonten aber auch, dass Gruppenzwang nicht ungewöhnlich ist, aber normalerweise viel weniger präsent ist, als man denkt. “Ich denke viele Leute gehen in diese Situationen hinein und meinen, dass man trinken muss, um dazu zu gehören”, sagt Foster. “Das ist so eine Lüge – weil ich so viele Leute getroffen hatte, die zuerst Schwierigkeiten hatten meine Einstellung zu verstehen. Aber sie sind alle zurückgekommen und haben gesagt: ‘Ich respektiere das.'”

Foster erzählt auch, dass die Menschen nicht nur seine Entscheidung respektieren, sondern auch eher seinem Charakter und Urteilsvermögen vertrauen: “Sie wissen, dass ich immer nüchtern und immer klar sein werde. Folglich setzen Sie sich wahrscheinlich mehr unter Druck, als ihre Kollegen jemals auf sie ausüben würden. Also bleibe dir treu, sei zuversichtlich und gehe davon aus, dass es am Ende niemanden interessiert ob du trinkst oder nicht.

Natürlich besteht immer noch Druck und es ist wichtig, damit umgehen zu können – für ihre Gesundheit und für ihre Arbeitsbeziehungen. Aber dieser Druck ist auch immer individuell. Wie viel sie teilen, hängt von ihrer Firmenkultur ab. Sprechen sie normalerweise über persönliche Dinge mit ihrem Vorgesetzten oder Kollegen? Und fühlen sie sich wohl dabei?

Sie sollten einfach im Kopf üben, wie sie in welcher Situation das Thema ansprechen, dass sie keinen Alkohol trinken. Denke sie dabei auch daran, welche Reaktionen auftreten können und wie sie damit umgehen. Dies kann den Druck im Moment verringern und ihnen helfen, sich zu behaupten wenn jemand das Thema anspricht. Und sie müssen auch nicht alle Details angeben. Es kann so einfach sein wie “Ich trinke nicht” oder höflich das Angebot ablehnen. Foster wählt diese Strategie normalerweise, wenn er Geschäftskontakte knüpft: “Ich versuche nicht, dass verhandelbar klingt. Es ist also wichtig bestimmt zu klingen und standhaft zu bleiben.”

Sie haben das Recht zu wählen, ob sie ihre Geschichte erzählen. Einen Satz in der Hinterhand zu haben, wie “Ich mag den Geschmack von Alkohol nicht” oder “Ich muss nach Hause fahren” könnten alles sein, was man braucht, um Leute ruhig zu stimmen und das Thema zu wechseln. Aber nochmal kurz gesagt, du schuldest den Leuten nichts – also hab keine Angst, sie abzuweisen.

Manchmal macht es aber vielleicht keinen Sinn, sich zu erklären. Oder aber die Erklärung überzeugt die Person nicht, dich in Ruhe zu lassen. Viele der Leute, mit denen ich gesprochen habe waren sich einig, dass es in diesem Fall am besten ist, einen Backup-Plan zu haben. Vielleicht bedeutet das, dass du dir ein Wasser bestellst, damit die Leute etwas in deiner Hand sehen und es weniger wahrscheinlich ist, dass das Thema Alkohol angesprochen wird. Oder Sie können anbieten, der designierte Fahrer zu sein, damit jeder versteht warum sie nicht trinken.

Die Wahrheit ist, dass nur weil du nicht trinkst, du mit deinen Kollegen nicht mehr socializen kannst. Denken sie daran, dass schließlich mindestens 99% ihrer gemeinsamen Zeit im Büro alkoholfrei ist, und diese Zeit kann genauso wertvoll sein wie jede Happy Hour. Seien sie sie selbst und tun sie, womit sie sich am wohlsten fühlen – die Menschen werden sie letztlich dafür respektieren und bewundern.

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