Glücklich sein im Job

Ein Job ist für viele mehr als nur das stumpfe Absitzen von Zeit. Der Job soll dir einen Sinn geben, dich erfüllen und glücklich machen. Also absolut keine Kleinigkeiten. Wie unsere Erwartungen an die Sinnhaftigkeit des Jobs und das damit verbundene Glück falsch sind, erläutern wir dir inklusive Lösungsansatz in diesem Artikel.

Es könnte so schön sein: Man wacht auf, frühstückt ausgiebig und geht voller Vorfreude und mit einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit. Leider sieht die Realität in der Regel oft nicht so aus. Nicht selten leiden wir unter der Arbeit und unser Job schafft uns Kummer und Probleme. Wie kann das sein, wobei wir doch so viel Zeit mit unserer Arbeit verbringen? Liegt es vielleicht gar an uns selbst, dass wir es uns zu schwer machen glücklich zu sein? Eine allgemein gültige Antwort gibt es nicht, weil jeder Glück anders interpretiert. Nichtsdestotrotz gibt es übergeordnete Faktoren, die dein Glück im Job maßgeblich beeinflussen.

Zwei Faktoren fallen einem sofort ein: Geld und Freizeit. In der Tat kann Geld glücklich machen. Grundsätzlich wurde auch bewiesen, dass Personen mit höherem Gehalt glücklicher sind als solche mit niedrigem Gehalt. Folglich kann dir eine Gehaltserhöhung durchaus ein Lächeln ins Gesicht zaubern, doch ist es erwiesen, dass Gehaltserhöhungen sich nur kurzfristig positiv auf dein Gemüt auswirken werden. Wir Menschen sind nämlich Gewohnheitstiere und gewöhnen uns auch recht schnell an ein bestimmtes Gehalt. Langfristig gesehen ist das Gehalt also eher zweitrangig für das eigene Glück im Job, oder wir brauchen regelmäßig Geahltserhöhungen. Bei dem zweiten Faktor „Freizeit“ sieht das dagegen etwas anders aus. Freizeit ist sehr wichtig, um Abende mit der Familie, mit Freunden oder Hobbies zu verbringen. Diese schaffen einen Ausgleich zu oftmals monotoner Arbeit und heben deine Motivation. Aber auch hier muss man relativieren, dass nicht gleich wenig Arbeit viel Glück bedeutet. Denn auch Überstunden müssen nicht unbedingt problematisch sein, solange man individuell genügend eigene Ressourcen übrig hat, um seine Freizeit zufriedenstellend zu gestalten.

Auch deine Einstellung gegenüber dem Glück im Job solltest du für dich hinterfragen. So ist es einfach utopisch 100% deiner Arbeitszeit glücklich zu sein. Das bist du wahrscheinlich auch im Privatleben nicht. Es gibt schließlich immer Phasen in denen es nicht so gut läuft. Solche Phasen sind aber auch zwingend wichtig, um zu erkennen wie gut man es eigentlich hat. Außerdem kann man an Problemen wachsen und nach einer Lösung gestärkt und stolz aus der Situation hervorgehen. Soetwas wirkt sich ebenfalls positiv auf dein Glücksgefühl aus. Außerdem muss jeder von uns akzeptieren, dass man manchmal auch Dinge tun muss die uns nicht vollumfänglich gefallen. Manche Aufgaben machen einfach keinen Spass, gehören aber zur täglichen Arbeitsroutine.

Ein wichtiger Faktor für Glück im Job ist darüber hinaus überhaupt einen Job zu haben. Denn Arbeitslosigkeit oder eine stressige Jobsuche können dich langfristig demotivieren und depressiv machen. Folglich solltest du bei der Jobsuche auch Kompromisse eingehen, falls es nicht sofort mit deinem Traumjob klappt. Oftmals kommt man über Umwege und zunehmende Berufserfahrung immer näher an sein persönliches Ziel.

Die wesentliche Herausforderung die sich allerding für dein persönliches Glück ergibt, ist die Reflexion und der Wunsch durch Veränderung dieses Glück zu erlangen. Wir wollen dir an dieser Stelle ausdrücklich davon abraten den Schalter umlegen zu wollen und von nun an dieses und jenes zu tun, um glücklich zu sein. Es gibt viele Ratgeber, die viele tolle und auch funktionale Ratschläge haben, doch sind wir von einem anderen Ansatz überzeugt. Gehen wir einfach mal davon aus, dass du den Schalter von heute auf morgen umlegen und durch die oben genannten Tipps glücklicher werden willst. Aufgrund deiner Routine wird es nach ein paar Tagen recht schwer, den anfänglichen Elan aufrecht zu erhalten und die Wahrscheinlichkeit, dass sich gar nicht mehr verändert ist sehr groß. Die Konsequenz wäre, dass sich nichts an deiner Situation geändert hat und du dich selber dafür verantwortlich machst. Dies hätte wiederrum zur Folge, dass du noch unglücklicher werden würdest. Und genau diese Selbstgeißelung musst du vermeiden, wenn du wirklich glücklich werden willst.

Genau diesen Spagat zu schaffen, nicht aktiv dem Glück hinterherzujagen und sich gleichzeitig bewusst machen, dass man Freizeit und ein anständiges Gehalt (und weitere individuell wichtige Faktoren) realisieren muss, ist deine Herausforderung. Hier ein permanentes Gleichgewicht zu finden ist nahezu unmöglich. Letztlich gibt es kein Patentrezept und jeder muss seinen eigenen Weg finden.

 

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