Die interne Bewerbung: Jobwechsel im Unternehmen

Beruflichen Erfolg findet man nicht zwingend durch Unternehmenswechsel. Oftmals ist ein interner Stellenwechsel möglich, d.h. ein Arbeitsplatzwechsel mit vorangegangener Bewerbung innerhalb eines Unternehmens. Allerdings kannst du dir sicherlich vorstellen, dass es bei diesem Unterfangen auch einige Probleme geben könnte, die es aus dem Weg zu gehen gilt. Diese Probleme stellen wir dir in diesem Artikel vor.

Du hast seit einigen Jahren deinen Job sicher und arbeitest seitdem die dir bekannten Themen ab. Routine ist eingekehrt und du fragst dich, ob du dich nicht beruflich noch weiterentwickeln solltest. Schließlich täte dir eine neue Herausforderung wieder mal gut! In diesem Fall solltest du über einen internen Stellenwechsel nachdenken, der die Weiterentwicklungsmöglichkeiten in einem bekannten Unternehmensumfeld ermöglicht. Du kennst viele Kollegen und dir ist die Unternehmenskultur bekannt. Dann lohnt es sich die hauseigene Stellenbörse zu checken und nach Vakanzen Ausschau zu halten.

Auch wenn du bei einer internen Bewerbung einen gewissen Heimvorteil verspürst, gibt es einige Fallstricke, die es in einer solchen Situation zu beachten gibt. Du kannst dir vorstellen, dass interne Wechsel nicht in allen Abteilungen gerne gesehen sind. Schließlich hat dich dein jetziger Chef eingearbeitet und du erledigst erfolgreich deine dir gestellten Aufgaben. Bei einem Wechsel muss dein jetziger Chef erst einen Nachfolger für dich finden und diesen wiederum erst einarbeiten. Folglich ist der jetzige Chef oftmals die Person, die einen internen Wechsel aufzuschieben versucht. Nichtsdestotrotz musst du vor deinem Chef mit offenen Karten spielen und ihm deine Wechselabsicht zeitig mitteilen. Mit Überzeugungskraft ist dein er nämlich dein wichtigster Führsprecher bei einem internen Jobwechsel.

Und damit wäre wir auch bei einem zentral Punkt: der Grund für deinen jetzigen Wechselwunsch. Du musst dir über einen wirklich triftigen Grund überlegen, weshalb du deinen jetzigen Chef bzw. deine jetzige Abteilung verlassen willst und auch warum grade jetzt. Dieser Grund muss nicht nur einleuchtend für deinen Chef sein, sondern auch für deinen zukünftigen Chef. Dieser wird schließlich hinterfragen, ob du deine/n kommende Abteilung/kommenden Chef auf eine ähnliche Art und Weise zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder verlassen willst. Es bietet sich hier an die Entwicklungsmöglichkeiten der eigenen Fähigkeiten als Motiv voranzuschieben, die mit neuen Aufgaben freigesetzt werden.

Auch bei den Bewerbungsdokumenten und insbesondere dem Anschreiben gibt es bei der internen Bewerbungen einige Fehlerquellen. Bei internen Bewerbungen neigen Bewerber oftmals dazu die Bewerbungsunterlage knapp zu halten und sie nur als reine Formsache zu betrachten. Das ist aber der komplett falsche Ansatz. Wie bereits im letzten Absatz angedeutet ist es sehr wichtig, dass du neben den gängigen Erläuterungen im Anschreiben auch deine persönliche Entwicklung und wichtige Stationen beschreibst. Damit kannst du aufzeigen, wieso du für die Stelle die richtige Besetzung bist und die Sache tatsächlich ernst nimmst. Darüber hinaus weißt du ja auch nicht, ob es nicht doch externe Bewerber gibt, die beeindruckende Motivationsschreiben und Lebensläufe vorzuweisen haben.

Damit wären wir auch bei einem anderen heiklen Punkt: externe Bewerber. Auch wenn in Unternehmen häufig versucht wird ausgeschriebene Stellen über interne Stellenbesetzungsverfahren zu vergeben, solltest du immer davon ausgehen, dass die Konkurrenz nicht schläft. Vielleicht hat sich die interne Stelle über Vitamin B rumgesprochen oder Initiativbewerbungen sind eingegangen, wodurch es doch externe Bewerber gibt. Aufgrund dessen solltest du bei einer internen Bewerbung immer mit vollen 100% an die Sache rangehen und deine Motivation und Bereitschaft in einem Bewerbungsgespräch zwingend unter Beweis stellen. Du musst so überzeugend sein, sodass dich dein potenziell zukünftiger Chef auch einstellen würde, wenn du dich als externe beworben hättest. Lass keine Zweifel aufkommen, dass du den Job nicht nur bekommen wirst, weil du schon im Unternehmen vernetzt bist, sondern einfach die objektiv beste Wahl für die Stelle bist.

Wenn alles geklappt hat solltest du für eine gelungene Übergabe deiner alten Aufgaben an deinen Nachfolger sorgen. Überdies verbietet sich selbstverständlich abfällig über alte Kollegen zu reden, weil dies sehr schnell mit einem Eigentor enden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*