Bewerbung aus der Festanstellung: Der erfolgreiche Jobwechsel

Große Gehaltsprünge in der Karriere macht man angeblich hauptsächlich durch Jobwechsel. Aber auch die Suche nach einer neuen Herausforderung kann ein Grund für eine Luftveränderung sein. Ein Jobwechsel ist jedoch auch immer mit Risiken verbunden, die wir dir in diesem Artikel vorstellen wollen.

Du bist in deinem jetzigen Anstellungsverhältnis unzufrieden oder wünschst dir eine neue Herausforderung? Dann solltest du über einen Jobwechsel nachdenken! Allerdings können bei diesem Vorhaben viele Risiken zutage treten. Schließlich wird dein jetziger Chef grundsätzlich eher negativ einem Jobwechsel gegenüber eingestellt sein. Außerdem sprechen sich geplante Jobwechsel schnell rum. Wir haben die Situation für dich einmal analysiert.

Wenn du dich aus einer Festanstellung bewirbst hast du grundsätzlich bessere Karten als Bewerber aus der Arbeitslosigkeit oder direkt von der Universität. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Unternehmen stellen lieber einen Mitarbeiter ein, der/die das Arbeitsleben gewöhnt ist und –wichtiger noch– über praxisrelevante Erfahrung verfügt. Bewerbern aus der Arbeitslosigkeit oder von der Universität müssen hingegen längere Einarbeitungszeiten gewährt werden, die es in vielen Stellenbesetzungsverfahren möglichst zu vermeiden gilt.

Über diesen Luxus sollten sich Festangestellte bewusst sein. Sobald es ins Bewerbungsgespräch geht oder auch später in die Gehaltsverhandlung, solltest du vor Selbstbewusstsein strotzen und um deine starke Verhandlungsposition wissen. Du hast eine sicheren Arbeitsplatz und ein geregeltes Einkommen, sodass ein du ein schlechtes Angebot jederzeit ablehnen kannst. Das von dir an versierte Unternehmen muss sich mehr auf dich hinzubewegen als auf Bewerber in schlechteren Verhandlungspositionen.

Aber einen Schritt zurück. Du solltest ein solches Vorhaben wohlüberlegt angehen und nicht aus dem Bauch heraus handeln. Mach dir deine Ziele und Wünsche selber klar und wenn du dann immer noch der Meinung bist deinen Job wechseln zu wollen, dann kannst du Bewerbungen rausschicken. Aber diskret! Klar ist Ehrlichkeit und Offenheit wichtig – du solltest aber weder mit deinem Chef noch mit deinen Kollegen über deine Wechselabsichten sprechen. Denn dein Chef wird sicherlich nicht begeistert sein, dass er einen Mitarbeiter verliert. Und bei Mitarbeitern sprechen sich die neusten Gerüchte recht schnell rum. Deshalb: Diskretion über deine Wechselabsicht.

Sobald du deinen Ziele festgesetzt hast solltest du dich hinterfragen, ob sich deine Ziele wirklich über einen Jobwechsel realisieren lassen. Sei ehrlich zu dir. Ist es vielleicht auch möglich deine Ziele bei deinem jetzigen Arbeitgeber zu erreichen? Denn ein Jobwechsel ist auch mit vielen Informationsasymmetrien verbunden. Schließlich kennst du oftmals nicht die konkreten Arbeitsbedingungen bei deinem potenziell neuen Arbeitgeber. Auch Charaktereigenschaften von neuen Kollegen (sowohl gute als auch schlechte) sieht man erst nach einigen Wochen klarer.

Ein wesentliches Problem bei einem Jobwechsel stellt ein essentieller Teil der Bewerbung dar, nämlich das Arbeitszeugnis. Wenn du dich aus einer Festanstellung bewirbst bist du in der Regel nicht im Besitz eines aktuellen Arbeitszeugnisses. Wenn du von deinem derzeitigen Chef ein solches Zeugnis verlangst, musst du dich auf unangenehme Fragen bzgl. des Grundes für eine Ausstellung einstellen. Eine elegante, wenn auch nicht immer anwendbare Methode ist ein Zwischenzeugnis zu verlangen, was allerdings nur typisch ist, wenn dein Vorgesetzter das Unternehmen verlässt.

Sobald deine Bewerbung bei deinem Wunschunternehmen eingegangen ist besteht die Möglichkeit, dass sie Verbindung mit deinem jetzigen Chef aufnehmen, um nähere Infos über dich zu sammeln. Damit wäre auch vor deinem Chef die Katze aus dem Sack! Da du das verhindern willst gibt es den sogenannten Sperrvermerk. Es handelt sich hierbei um einen Satz, welchen du deiner Bewerbung hinzufügst und welcher nichts anderes aussagt als die zwingend vertrauliche Behandlung deiner Bewerbungsunterlagen. Solche Sperrvermerke sind zwar nicht immer rechtlich bindend, doch könntest du bei Bruch oftmals Schadensersatzansprüche geltend machen. Beachte einfach diesen und die oben angeführten Hinweise und die Chancen für einen erfolgreichen Jobwechsel stehen nicht schlecht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*